Harte Kontaktlinsen



Im Kontrast zu anderen Kontaktlinsenvarianten, bieten harte Kontaktlinsen ihren Trägern einige Vorteile. So sind harte Kontaktlinsen in der Regel kleiner als die Hornhaut und schwimmen auf selbiger auf der Tränenflüssigkeit. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Verarbeitung und die Qualität der harten Kontaktlinsen enorm verbessert, so waren die ersten harten Exemplare nicht sauerstoffdurchlässig und bestanden in den meisten Fällen aus störanfälligem Acrylglas. Vorteilhaft an der robusten Verarbeitung, bietet sich die Möglichkeit solche Kontaktlinsen auch nachträglich noch zu bearbeiten, was sich hinsichtlich der Preises äußerst positiv äußert.

Einen Durchbruch im Bereich der harten Kontaktlinsen fand Mitte der 1970er Jahre statt, zu diesem Zeitpunkt kamen die ersten harten Kontaktlinsen raus, die gasdurchlässig waren und dem Kontaktlinsenträger eine bessere Verträglichkeit bescherten. Auch sind die Linsen durch den Einsatz von neuen Materialien biegsamer geworden und konnten sich so flexibel auf die Hornhaut ihres Trägers einpassen. Vor allem der Einsatz von Silikonacrylart und Fluormolekülen haben sich harte Kontaktlinsen zu einer wahren Alternative entwickelt. Die Haltbarkeit, der Preis und die leichtere Pflege sind nur einige der Argumente die für diese Kontaktlinsenvariante sprechen.

Problematisch sind bei harten Kontaktlinsen, vor allem Verkratzungen die durch Fehler in der Handhabung, oder raue Fingerkuppen verursacht werden können. Auch sollte man nicht die Herstellungsfehler unterschätzten, die trotz großer Qualitätsstandards immer wieder auftreten können. Unschöne braune Eintrübungen und deren Ursachen lassen sich leider oftmals nicht vernünftig zurückverfolgen, vor allem wenn dieses Problem regelmäßig auftritt, empfiehlt sich ein Wechsel der harten Kontaktlinsen.